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350.org – 2010 packen wir’s an

350forlife2010 packen wir’s an – nachdem das 350.org Netzwerk letztes Jahr einen der grössten globalen Klimaaktionstage organisiert hat ist es jetzt an der Zeit unseren Politikern zu zeigen, wie eine klimafreundliche Welt auszusehen hat und selbst aktiv zu werden. Am 10.10.2010 werden wir Solaranlagen auf unseren Schulen errichten, neue Fahrradwege anlegen, Gemeinschaftsgärten schaffen… über die besten Ideen und Aktionen für die globalen “Packen wir’s an Parties” berichtet aus Deutschland Diana Vogtel

 
Letschin in Brandenburg läutet 10/10/10 Global Work Party einPrint This Post Artikel versenden
von: Diana Vogtel am 04. Oktober 2010, 16:54  

In Letschin, Brandenburg, erklangen am Sonntag 350 mal die Glocken der Dorfkirche, um den Countdown zum  Klimaaktionstag ‘Global Work Party’ am 10. Oktober einzuläuten. Wer noch noch nicht dabei ist, sollte jetzt mit einer ‘Last-Minute-Aktion’ auf den Aktions-Zug aufspringen.

Noch genau eine Woche bis zur Global Work Party am 10. Oktober! Bei uns im Europa-Büro von 350 im Berliner Betahaus läuft die ganz heiße Phase an. Medienarbeit, Flyer drucken, täglich immer mehr Aktionen, in Deutschland und Europa sind allein über das Wochenende  205 Aktionen dazugekommen! Bereits jetzt sind fast 6.000 Aktionen in über 183 Ländern angemeldet die alle eine Botschaft senden werden: “Wir packen die Klimakrise an – und wir erwarten das auch von der Politik!”

Im brandenburgischen Letschin hat  die lokale Bürgerinitiative gegen ein geplantes CO2-Endlager mit Glockenschlägen und  einem  350-Luftbild den Startschuss für die letzte Woche gegeben. In München haben sich die großen Anti-Atom-Proteste am 9. Oktober dem weltweiten Klimaaktionstag angeschlossen, in Itzehoe, Schleswig-Holstein wird die Bevölkerung am 10.Oktober überzeugt, den Atomausstieg per Wechsel zum echten Ökostromanbieter selber zu machen und in Frankfurt pflanzen Menschen 350 Büsche.

In Berlin wird es am Sonntag schwierig, nicht an einer Aktion teilzunehmen: am Brandenburger Tor nehmen die Klimapiraten Atom und Kohle vom Netz und feiern die Energiewende, gefolgt vom Start der Silent Climate Parade, während das KlimaSofa sich am Alex auf den Weg macht, im Mauerpark KlimaLimbo getanzt wird und im Circus Cabuwazi ein Mitmach-Zirkus für Klimaschutz über die Bühne geht.

Join the movement – starte eine Last-Minute-Aktion!

Du hast das Gefühl, keine Ressourcen für eine eigene Aktion zu haben? Think again! Der 10. Oktober lebt von vielen kleinen Aktionen, nicht von professionellen Großprojekten. Es gibt viele Aktionen, die du in einer Woche planen kannst – hier einige Vorschläge:

  • Lade FreundInnen, Nachbarn etc. zu einer kleinen Stromwechselparty ein und steigt persönlich aus Atom und Kohle aus
  • wie wäre es mit einem Joycott? Eine Spielart des Carrotmob in einer Kneipe. Der gesamte Tagesumsatz wird in Klimaschutzmaßnahmen investiert
  • Organisiere eine Filmvorstellung von „The Age of Stupid” oder “Die 4. Revolution” bei dir zuhause, im Gemeindehaus, in der Firma etc.
  • Zaubere für FreundInnen, KollegInnen  etc. ein veganes, klimafreundliches Festessen
  • Werde draußen aktiv – Pflanze einen Baum mit deinen Kindern, arbeite auf einem Biohof mit, mache eine Radtour zu einem Windpark etc.

Wir haben für 10 Aktionsideen konkrete Tips und Aktionsangebote (z.B. für die Filme, Stromwechselparty) auf unserer Website zusammengestellt – schau’s dir an!

Alles weitere unter www.wir-packens-an.org.

 
Strippen für ein besseres Klima?Print This Post Artikel versenden
von: Diana Vogtel am 30. September 2010, 14:30  

Vielleicht habt ihr bereits unser letztes Mobilisierungs- video von unserem Europa Team gesehen und euch gefragt, ” seid wann ist strippen Teil des Jobs eines Campaigners?”

Tja, es fing alles damit an, dass ein paar Mitglieder des 350 Europa Teams und ich uns letzte Woche zu einem Kreativ-lunch trafen.  Die Aufgabe: ein Video Konzept für unseren nächsten Push für 10/1010 auf verschiedenen social media Plattformen. Nach einer Reihe von Videos, die uns bei der Arbeit hier im 350 Büro in Berlin zeigen wussten wir, dass wir einen Szenenwechsel brauchen, um noch mehr Menschen zu erreichen. Nachdem wir bereits ein paar Ideen gewälzt hatten kam jemand mit der Idee “warum strippen wir nicht?”

video shoot -smallHmm, warum eigentlich nicht? Ob wir das wohl bringen können?

Also machten wir uns daran unsere Ressourcen zu checken:

  • eine Handkamera;
  • ein Team von fünf Leuten, von denen wohl niemand Erfahrung mit Strippen vor einer Kamera hat (soweit ich weiss);
  • und genug Kreativität und Witz, um eine erfolgreiche Idee vom letzten Jahr für 10/10/10 nochmals hochleben zu lassen.

…das reichte noch nicht ganz, um unsere Idee Realität werden zu lassen.

Aber nehmt noch 30 Euro Budget, ein Fotostudio zur Verfügung gestellt von Heidi Scherm Fotografie und noch ein paar peinliche Momentaufnahmen von uns dazu, und schon hatten wir ein 1a Video zusammen.

Am Ende war die Produktion des Mobilisierungsvideos für den 10/10/10 eine Art Mini-Packen wir’s an Party für unser Team. Wer hätte schon gedacht, dass es so viel Spass macht an einem Donnerstag morgen sich seiner Kleidung für das Klima zu entledigen? Wir hoffen, dass ihr genau soviel Spass bei einer Packen wir’s an Aktion am 10.10.’10 habt, wie wir bei diesem Video.

Schaut euch das Video an und sagt uns was ihr von unserem Strip haltet:

350.org European Coordination team takes it off for the climate

 
Der Countdown hat begonnenPrint This Post Artikel versenden
von: Diana Vogtel am 10. September 2010, 13:22  

Nur noch 4 Wochen bis zur grössten Global Work Party am 10.10.’10. Weltweit werden Menschen Solar- und Windprojekte vorantreiben, Klimasparparties feiern, Bäume pflanzen und öffentlich zu Ökostromanbietern wechseln. Mit fast 2000 Aktionen, die bereits 4 Wochen vor dem Aktionstag auf unserer Webseite angemeldet sind, gehen die Vorbereitungen nun in die heisse Phase. Wenn unser Berlin Team nicht gerade an Spontan-Pfeif-Aktionen vor dem Kanzleramt teilnimmt sitzen wir in unserem neuen Büro in Kreuzberg und arbeiten Tag und Nacht an unserer neuen deutschen Aktionsseite wir-packens-an.org. Den während in Deutschland in diesen Wochen die Weichen für die Energiepolitik der Zukunft mehr schlecht als recht festgelegt werden und auf globaler Ebene bei den internationalen Klimaverhandlungen weiter Stillstand herrscht, schreitet der Klimawandel unbeeindruckt voran. Doch gerade jetzt sollten wir uns nicht entmutigen lassen!

Iraq

Von 11 Aktionen im Irak bis über 100 Aktionen in Indien – unzählige Menschen weltweit haben längst begonnen, die Klimakrise mit Kreativität und Optimismus durch konkretes Handeln anzupacken. Am 10.Oktober kommen diese Menschen zusammen und feiern eine globale Party für Klimalösungen.

Thailand

Von Massenfahrradaktionen in Thailand hin zur Installation von Solaranlagen auf dem Dach des Regierungssitzes des Präsidenten der Malediven, von hunderter wenn nicht sogar tausender Baumpflanzaktionen in Europa hin zu hunderter Universitäten, die sich auf den Weg zur zero-carbon Universität machen – wir haben dieses Jahr schon viel erreicht. Aber jetzt geht es erst richtig los – nur noch 4 Wochen bis zum 10.10.’10 – also schnell noch deine Packen-wir’s-an Aktion hier anmelden oder auf wir-packens-an.org noch nach einer passenden Aktionsidee Ausschau halten.


 
Menschenkette gegen Offshore-BohrungenPrint This Post Artikel versenden
von: Diana Vogtel am 28. Juni 2010, 13:47  

Hands across the sandAn über 900 Stränden in den USA und auf der ganzen Welt bildeten sich dieses Wochenende Menschenketten gegen Offshore-Bohrungen und für eine saubere Energiewende. Und natürlich waren wir bei 350.org auch mit dabei.Tausende Menschen trafen sich diesen Samstag an Stränden, Flüssen, Seen als auch in Städten (wo kein Strand in der Nähe zu finden war) und bildeten eine symbolische Abwehrkette gegen die weitergehende Ölverschmutzung.

Die Hands across the Sand Menschenketten sind der grösste öffentliche Aufschrei, der von US Bürgern organisiert wurde, als Reaktion auf das Sinken der “Deeepwater Horizon” am 20. April diesen Jahres und die damit einhergehenden katastrophalen Auswirkungen auf das Ökosystem am Golf von Mexiko.

Von Florida bis Alaska wurden Menschenketten organisiert und während in Kanada beim Treffen der G20 Länder nur erste schüchterne Schritte in Richtung Beendigung von Subventionen für fossile Brennstoffe gehen zeigen diese Menschenketten sehr deutlich in welche Richtung die US Bürger gehen wollen.

Hands across the sand Alaska II

Menschenkette gegen Offshore Bohrungen in Alaska, USA

Hands across the Sand, Santa Monica Beach

Menschenkette am Santa Monica Beach, Californien, USA

Hands across the Beach Chicago II

Menschekette am Oak St. Beach, Chicago, USA

 
Mexiko-Südafrika 1:1Print This Post Artikel versenden
von: Diana Vogtel am 11. Juni 2010, 21:23  

1.5 youth actionGerade haben sich Mexiko und Südafrika bei der Fussball WM 1:1 getrennt und nach zwei intensiven Wochen in Bonn bei den UN Klimaverhandlungen stellt sich mal wieder die Frage “Wann kommt den nun der internationale Klimavertrag? In Mexiko 2010 oder doch erst in Südafrika 2011?”.

Die Hälfte des 350.org Europa Teams hatte mal wieder das Vergnügen zwei Wochen in Bonn zu verbringen und in der ersten Reihe mitzuverfolgen wie die internationalen Klimaverhandlungen im Stop-and-Go Modus voranschritten (die andere Hälfte unseres Teams hatte mehr Spass mit jungen sozial engagierten Unternehmern aus ganz Europa lokale Klimalösungen für den Aktionstag am 10.10.2010 vorzubereiten).

Während in der ersten Woche der Verhandlungen nicht wirklich viel passierte musste wir in der zweiten Woche nochmals richtig Gas geben, da an allen Ecken und Enden schlechte Verhandlungsergebnisse zu befürchten waren (und auch oftmals so eintrafen).

LULUCF youth action

Speziell die vielen “Loopholes” (Löcher im Vertragstext, durch die es Annex 1 Ländern gelingt ihre Emissionen bis 2020 um ci. 8% weiter ansteigen zu lassen statt diese um die notwendigen 30-40% zu reduzieren) mussten den Verhandlungsführern in Bonn immer wieder aufgezeigt werden.

Und auch bei der Frage auf wie viel Grad die globale Erwärmung begrenzt werden soll, einer Frage, die speziell für die am meisten durch den Klimawandel betroffenen Länder von höchster Bedeutung ist, konnte keine Einigung gefunden werden. Die Mehrzahl dieser Länder fordert die Erderwärmung auf unter 1.5 Grad zu halten und eine Reduzierung der CO2 Emissionen auf mindestens 350 ppm. Vor ein paar Tagen sah es doch für einen Moment so aus, als ob ein Durchbruch bei der 1.5 Grad Frage erzielt werden könnte. Nachdem AOSIS (die Allianz der kleinen Inselstaaten) vorschlug einen wissenschaftlichen Bericht zum 1.5 Gradziel anfertigen zu lassen, um die Verhandlungen auf klimawissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen beruhen zu lassen, schaltete sich jedoch schnell Saudi-Arabien ein,den,”die notwendigen wissenschaftlichen Informationen welche Auswirkungen der Klimawandel auf ihre Länder habe, könnten sich die AOSIS Staaten ja wohl auch auf Google suchen”. Der AOSIS Vorstoss wurde somit erfolgreich verhindert und kann erst wieder Ende des Jahres in Cancun auf den Tisch gebracht werden.

Jumeau_Presser.jpgAuf einer Pressekonferenz, die 350.org direkt im Anschluss organisierte, stellte ein Sprecher der AOSIS Staaten nochmals klar,” wir sind uns sicher das die Zeit kommen wird, wenn die ganze Welt über das 1.5 Gradziel sprechen wird, nur besteht die Gefahr, dass es einige unserer Staaten dann nicht mehr geben wird.”

Um das Überleben alles Staaten und Völker zu sichern kommen wir nicht drumherum uns mit den Ergebnissen der Klimawissenschaft auseinander zusetzen – und diese zeigt deutlich auf, dass die Reduktionsziele, welche nach Kopenhagen auf den Tisch gebracht wurden, bei weitem nicht ausreichen, den Klimawandel auf ein für alle Staaten erträgliches Minimum zu halten.

Und was heisst das nun für die am Anfang gestellte Frage wann mit einem verbindlichen internationalen Klimavertrag zu rechnen ist? Während ich diesen Blog schreibe sind die Verhandlungen in Bonn noch nicht abgeschlossen. Zunächst gab es heute Nachmittag noch einige Schwierigkeiten die noch notwendigen Verhandlungssequenzen mit der WM unter einen Hut zu bekommen. Die Übersetzer mussten extra ihre wohlverdiente Pause um 30 Minuten kürzen, um noch eine letzte Verhandlungssequenz vor dem Auftaktspiel zu begleiten. Und jetzt stellt sich Russland gerade quer und möchte die Verhandlungen so nicht abschliessen, da zur Zeit keine Simultanübersetzung zur Verfügung steht.

Wie auch immer die letzte Verhandlungssequenz hier in Bonn ausgehen mag, eines ist sicher, es wurde eine wichtige Chance verspielt sich zeitnah mit dem 1.5 Gradziel auseinanderzusetzen. Zeitnah im Sinne der kleinen Inselstaaten, den wie wir bei 350.org immer sagen,”mit den klimatologischen Gegebenheiten unserer Atmosphäre lässt sich nunmal nicht verhandeln!”.

 
Warum eigentlich eine Packen wir’s an! Party?Print This Post Artikel versenden
von: Diana Vogtel am 19. Mai 2010, 16:18  

10.10.10_logo_close_cropWie übersetzt man am besten Global Work Party ins Deutsche und was haben Parties mit dem Klimawandel zu tun? Das sind nur ein paar der Fragen, mit denen sich das 350.org Team in den letzten Wochen beschäftigt hat.

Es ist jetzt über ein halbes Jahr her, dass wir gemeinsam mit tausenden von Klimaaktivisten am 24. Oktober den laut CNN “am weitesten verbreiteten politischen Protest, den die Welt je gesehen hat” auf die Beine gestellt haben. Seitdem ist viel passiert: wir waren in Kopenhagen und konnten live miterleben, wie unsere Politiker den Kopf in den Sand steckten, wir haben uns allen eine kleine Erholungspause gegönnt und wir haben hunderte von Emails mit Ideen und Anregungen wie es nach Kopenhagen weitergehen kann gelesen. Eines war uns relativ schnell klar : die Botschaft, die wir unseren Politikern nach Kopenhagen zukommen liessen “You’re not done yet!” gilt auch für uns – wir sind noch lange nicht fertig!

cop15-17In den hunderten von Emails, die uns von 350 Mitstreitern aus der ganzen Welt erreichten, in den vielen Gesprächen, die wir mit unseren Partnern hatten und während des 350 Strategietreffens gab es eine Idee, die wir immer wieder hörten: warum tuen wir nicht endlich was? –  ich will selber gegen den Klimawandel aktiv werden – wenn unsere Politiker nicht handeln, müssen wir handeln!

Letztes Jahr organisierten wir einen politischen Protesttag und forderten unsere Politiker dazu auf in Kopenhagen einen Klimavertrag zu verabschieden, der uns auf 350 ppm zurückbringt.

Dieses Jahr organisieren wir einen politischen Aktionstag – einen Tag, an dem wir gegen den Klimawandel in Aktion treten wollen. Die Idee hierzu entstand gemeinsam mit unseren Freunden von der 10/10 Kampagne in Grossbritannien.  Warum nicht einen Aktionstag, bei dem wir zeigen können, was wir bereits gegen den Klimawandel auf lokaler Ebene tuen, bei dem wir zeigen können, wie wir uns unsere zukünftige 350 ppm Welt vorstellen und natürlich einen Aktionstag, mit dem wir unsere Politiker zeigen “Wir tuen etwas – was ist mit euch?”.

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Da wir bekanntlich Nummernliebhaber sind dauerte es nicht lange bis die Idee für einen Aktionstag am 10/10/10 geboren war. Gemeinsam werden wir den 10. Tag des 10. Monates des 10. Jahres zu einem wirklichen Anfangspunkt für konkrete Aktionen gegen den Klimawandel machen. Wir nennen das die globale Packen-wir’s-an-Party, und wir hoffen, dass lokale Gemeinschaften in allen Ecken der Welt an diesem Tag zusammen kommen werden, um Solaranlagen auf ihren Dächern zu installieren, ihre Häuser zu isolieren, Windräder aufzustellen, Bäume zu pflanzen, Fahrradwege und lokale Gärten anzulegen.

Am 10.10.2010 werden wir damit beginnen unsere Zukunft zu gestalten – eine Zukunft, in der unsere Energieversorgung nicht unser Überleben gefährdet und eine Zukunft, die es wert ist für sie zu kämpfen.

 
350 Merkels und 350 Raver in BerlinPrint This Post Artikel versenden
von: Diana Vogtel am 24. Oktober 2009, 19:43  

350-climate-parade-berlin-by-lars-borges-164Und so sah der grösste weltweite Klimaaktionstag in Berlin aus: 350 Merkels, Raver und eine leergeräumte Salatbar.

Der 350 Klimaaktionstag begann hier in Berlin mit einer Showeinlage. Unsere Angie musste sich zwischen einer Klimapolitik, die uns auf 350ppm zurückbringt und Reinvestitionen in Kohle und Atom entscheiden. Eine schwere Entscheidung wie man hier sieht.

Berlin, Germany,350 Merkels

Mittags ging es dann unter dem Motto “Mach den Laden CO2 frei” zu Adam&Eve, eine Salatbar am Rosenluxenburg Platz, die für den 2. Berliner Carrot mob ausgesucht wurde. Die Ladenbesitzer hatten sich verpflichtet 45% der an diesem Tag erwirtschafteten Einnahmen in Energiesparmassnahmen zu investieren.

Nachmittags gings dann auch direkt weiter bei der ersten Silent Climate Parade. 350 Raver tanzten zu Musik, die nur sie dank ihrer Kopfhörer hören konnten, durch Berlin. Angeführt wurden sie von den DJs Dr.Motte und Dirty Döring (bar 25).

Climate parade DJ

So jetzt geht’s für mich auch gleich weiter zur 350 Aftershow party “Wir saufen ab” in die Möbelfabrik. Falls ihr den Eintrag noch rechtzeitig lest kommt doch vorbei und feiert mit Klimaangies, Klimapiraten, Ravern und carrot mobbern den Berliner Klimaaktionstag – und vergesst nicht Taucherbrille und Schnorchel mitzubringen.

 
Erste Aktionsbilder aus Australien und NeuseelandPrint This Post Artikel versenden
von: Diana Vogtel am 24. Oktober 2009, 09:40  

ship at Sydney harbourDer 350 Aktionstag ist gestartet mit hunderten von Aktionen in Australien und Neuseeland. Nachdem Menschen in Neuseeland den 24.Oktober mit 350 Bannern begrüssten sind dann nur wenig später auch die Australier aktiv geworden.

Über 1200 Menschen nahmen bei der 350 Aktion vor dem Opernhaus in Sydney teil und im ganzen Land finden Aktionen von Fahrradrallies über Versammlungen, von Schulveranstaltungen über Surfer mit 350 Banner in den Wellen statt. Unsere Freunde im Pazifik haben also schon für einen sensationellen Start des internationalen Klimaaktionstages gesorgt.

1000 people in Sydney

Und hier noch ein Foto aus Indien. In Hyderabad hat das Team der Indian Youth Climate Coalition auch schon damit begonnen ihre denkwürdigen Orte und Plätze mit 350 Banner zu behängen.

India

Schauen wir mal was der Tag so in Europa bringt aber ich bin mir sicher, dass auch hier hunderte von aussergewöhnlichen Aktionen stattfinden werden. Und jetzt muss ich auch schon wieder los zu der ersten Berliner 350 Aktion – Klimapiraten suchen Klimakanzlerin vor dem Brandenburger Tor – kommt vorbei um 11.00 geht’s los.

 
Frühstarteten in den 350 AktionstagPrint This Post Artikel versenden
von: Diana Vogtel am 23. Oktober 2009, 21:17  

girl with thumbWährend hier in Deutschland noch die letzten Banner zum Trocknen ausgehängt werden haben über 15000 Schüler den 350 Aktionstag bereits heute in Äthiopien gestartet.

Und nicht nur in Äthiopien, an etlichen Schulen wurde heute über den Klimawandel und 350 ppm gelehrt, diskutiert und natürlich auch Aktionsfotos gemacht.

Auch in Deutschland wurde darüber diskutiert, warum wir die CO2 Konzentration auf 350 ppm zurückbringen müssen und wie wir dazu beitragen können die schlimmsten Auswirkungen einer sich immer weiter aufheizenden Atmosphäre noch zu verhindern.

Ethiopia

Und während ich hier schreibe bekommen wir gerade die ersten Fotos von Aktionen aus Neuseeland rein. Hier wurden die ersten Sonnenstrahlen an diesem denkwürdigen Tag dann auch direkt mit einem 350 Banner begrüsst.

sun-rise NZ

Ich bin mir sich, dass zwischen den ersten Sonnenstrahlen in Neuseeland und den letzten Aktionen in Alaska wir tausende von überraschenden, lustigen aber bestimmt auch berührenden Fotos von Aktionen reinbekommen werden, die am 24. Oktober anlässlich des 350 Klimaaktionstages überall stattfinden. Die tollsten Bilder und die dazugehörigen Geschichten werden wir hier im Laufe des Tages vorstellen.

 
Es ist soweit – in 7 Stunden geht’s losPrint This Post Artikel versenden
von: Diana Vogtel am 23. Oktober 2009, 12:51  

MaledivesDer grösste weltweite Klimaaktionstag, den die Welt jeh gesehen hat startet in 7 Stunden mit einer Eröffnungszeremonie an einem Windpark in Wellington, Neuseeland. Mit über 4600 Aktionen in über 175 Ländern weltweit starten wir gemeinsam in den einen Tag rund um die Zahl 350

Hätte man mir vor noch vier Wochen gesagt, dass am 23. Oktober Freunde aus über 175 Ländern der Welt an über 4600 Orten der Welt gerade dabei sind ihre letzten Vorbereitungen für ihre Klimaaktionen durchzuführen wäre ich wohl schwer von den Socken gewesen. Denn zu diesem Zeitpunkt wusdten wir von nur ci. 2000 Aktionen. Aber in den letzten Wochen ist viel passiert und überall auf der Welt laufen jetzt hektische Vorbereitungen für den 24. Oktober.

picture boots

Ich selbst werde natürlich in Berlin mit dabei sein, wenn hier 350 verkleidete Merkels und stumme Raver die Strassen von Berlin unsicher machen. Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Berlin Program für Samstag – und falls ihr nicht aus Berlin kommt findet ihr hier Aktionen in eurer Nähe.

350 Rosen für die „Klimakanzlerin“

Event-Casting: Aus 350 verkleideten Angela Merkels wird die eine, wahre Klimakanzlerin gesucht. In einer öffentlichen Casting-Show muss sich die echte Klimakanzlerin für die richtigen Entscheidungen in Kopenhagen entschließen, um am Ende als strahlende Siegerin   dazustehen.

11:30 – 12 Uhr

Pariser Platz am Brandenburger Tor

www.klimapiraten.net und www.klimakanzlerin-gesucht.de

350 gelöschte Tonnen CO2

Der Aufkauf von Emissionszertifikaten verteuert schmutzige Geschäfte

12:05 Uhr

Pariser Platz am Brandenburger Tor

www.thecompensators.org

350 stumme Raver – die Silent Climate Parade

350 Raver mit Funkkopfhörern werden vom Potsdamer Platz zum Alexanderplatz tanzen, die DJs Dr. Motte (Gründer der Loveparade) und Dirty Doering (Held der Bar25) werden auflegen. Doch nur die 350 Demonstranten hören ihren Sound, da sie mit Funkkopfhörern ausgestattet sind. Bewegungen, Aktionen und Choreografien der Teilnehmer bleiben für Passanten rätselhaft. Die Parade ist emissionsfrei, eine Elektromobil zieht das DJ-Set, die Musikanlage wird mit Solarstrom angetrieben.

15 – 18 Uhr

Potsdamer Platz bis Alexanderplatz

www.climateparade.de (Kopfhörer sichern!)

350 paradiesische Verführungen für mehr Energie-Effizienz

Gezielt konsumieren statt boykottieren
10 – 20 Uhr
eve&adam’s, Rosa-Luxemburg-Strasse 24-26, Nähe Alexanderplatz www.carrotmobberlin.com

350 Taucherbrillen & Schnorchel

Wir saufen ab! Die Klimawandel-Afterparty

ab 23 Uhr

Möbelfabrik, Brunnenstraße 10, Berlin-Mitte

http://bit.ly/XypMS (Facebook-Event) – made by @unfucktheworld feat. Nest

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